|  | "Reisende soll man nicht aufhalten." |
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Der amtierende Intendant des Jungen Theaters, Thorsten Schilling, muss die Verantwortung für seine Veröffentlichung auf der Internetseite des Jungen Theaters übernehmen, fordert der SPD-Stadtverband. Deren Inhalt verletze seine Sorgfaltspflicht gegenüber dem Haus und seinen Mitarbeitern nachhaltig. Seine Loyalität gegenüber dem Haus, seinen Mitarbeitern und der Stadt Göttingen sei dadurch nachhaltig in Frage gestellt.
Der SPD-Stadtverband betrachte es als eine Unverschämtheit, dem Arbeitskreis aus Mitgliedern des Theaters, darunter Herr Schilling selbst, sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung der Stadt Göttingen unter Vorsitz des Insolvenzverwalters Herrn Wegener eine "äußerst emotional und mit wenig Sachverstand geführte Debatte um eine zukünftige Ausrichtung des Hauses" vorzuwerfen, wie Schilling dies auf der Theater-Homepage getan habe: "Wir werden es nicht hinnehmen, dass Herr Schilling aus verletzter Eitelkeit und egoistischen Interesse das Junge Theater und seine Zukunft noch weiter gefährdet", so SPD-Stadtverbandsvorsitzender Tom Stolle.
Es sei allerhöchste Zeit, dass Schilling Konsequenzen aus seinem Versagen ziehe und endlich auch die Verantwortung für die Schlamperei in der Geschäftsführung übernehme. Es sei mehr als schlechter Stil, immer nur mit dem erhobenen künstlerischem Zeigefinger auf andere zu weisen. Da bei Schilling offenbar wenig Neigung bestehe, sich sachlich und mit aller Energie auf dem gemeinsam gewählten Weg für die Zukunft des Theaters zu engagieren, sollte die Konsequenz gezogen und das Engagement vorzeitig beendet werden, zumal Schilling für den Sommer ohnehin seinen Abschied angekündigt hatte. "Reisende soll man nicht aufhalten", so Stolle.
"Herr Schilling hat in den letzten Wochen deutlich gezeigt, der Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern und dem Vertrauen der Stadt Göttingen nicht gewachsen zu sein", so SPD Vorstandsmitglied Lars Gargulla. Vor diesem Hintergrund müsse dringend überprüft werden, welche Rolle weitere leitende Mitglieder des Hauses spielen.
Die Göttinger SPD steht voll hinter dem Konzept von Andreas Doering, das sich auch der Arbeitskreis zueigen gemacht hatte. "Doering hat gemeinsam mit dem Ensemble des Jungen Theaters in kürzester Zeit die Handlungs- und Zukunftsfähigkeit dieses Hauses eindrucksvoll demomstriert", resümiert Stolle. "Wir bitten daher alle Göttinger Bürgerinnen und Bürger, sich für das Junge Theater einzusetzen sowie Initiativen und Aktionen zu seinem Erhalt zu unterstützen."
