|  | Scharfe Kritik am Göttinger AStA |
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Als „äußerst ärgerlich“ empfindet es der SPD-Stadtverband Göttingen, dass der AStA der Uni Göttingen sich weigert, zu der landesweiten Demonstration am 10. Dezember in Hannover aufzurufen. „Nachdem in den vergangenen Wochen die Solidarität weiter Teile der Bevölkerung zu beeindruckenden Protestaktionen geführt hat, verweigert der AStA nun seinerseits seine Solidarität“, kritisiert der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Horst Reinert.
Die Studierendenvertretungen anderer Universitäten sowie ver.di haben zu der Demonstration am ‚Tag der Wahrheit’ für die Niedersächsischen Hochschulen aufgerufen. Während im ganzen Land der Widerstand gegen die Kürzungen gerade im Bildungsbereich wachse, würde in Göttingen vom RCDS die Bremse gezogen, um sich bei den Parteifreunden in Hannover nicht unbeliebt zu machen.
„Mit zahlreichen phantasievollen Aktionen haben Studierende und Beschäftigte der Universität bisher auf ihre Situation aufmerksam gemacht und sind auf viel Verständnis gestoßen“, so Reinert, „doch mit seiner Verweigerungshaltung schafft es der am AStA beteiligte RCDS, die Studierenden wieder als elitäre Gruppe ins gesellschaftliche Abseits zu stellen.“ Die Weigerung des CDU-Nachwuchses, dem AStA ein allgemeinpolitisches Mandat zuzugestehen, komme faktisch einer Unterstützung der Wulffschen Sparpolitik gleich.
