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SPD Göttingen hat neuen Vorsitzenden



Der SPD-Stadtverband Göttingen hat auf seiner Jahreshauptversammlung einen neuen Vorsitzenden gewählt. Mit großer Mehrheit wurde Gregor Motzer als Nachfolger von Stefan Christmann gewählt. Diese Wahl wurde erforderlich, da Christmann nach zwei Jahren im Amt aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. Neu gewählt als Beisitzer wurden auch Sylvia Binkenstein und Martin Bender.

 

Gregor Motzer betonte die erfolgreiche Arbeit von Partei und Stadtratsfraktion in Göttingen. Die SPD sei auf dem richtigen Weg. "Wir setzen Prioritäten in der Schul- und Bildungspolitik. Eine der Zukunftsaufgaben wird es sein, Hortplätze zu schaffen." Gleichzeitig müsse der Turnaround in der Energiepolitik geschafft werden und das Integrationskonzept der Stadt solle einen neuen Aufbruch markieren.

 

Angesichts einbrechender Gewerbesteuereinnahmen sei der Konsolidierungskurs durch die Wirtschaftskrise bedroht. Die Haushaltslage werde sich deutlich verschlechtern. "Wir dürfen aber nie unseren Kompass aus den Augen verlieren. Investitionen im Rahmen des Konjunkturpaketes sind richtig. Wenn sich jedoch in der Wirtschaft der Wind wieder dreht, müssen wir auf den alten Kurs zurück", mahnte Motzer an.

 

Als Kreistagsabgeordneter warb er in seiner Rede für eine Politik über die Göttinger Grenzen hinaus. Die Stadt habe dabei eine besondere Verantwortung: "Göttingen ist das Oberzentrum, der Motor der Region. Hier liegt die Zukunft der ganzen Region." Man müsse das alte Kirchturmdenken überwinden. Das beste Beispiel für Zusammenarbeit in der Region sei die neue Gesamtschule in Bovenden.

 

Der neue Vorsitzende bekannte sich zum rot-grünen Bündnis in der Stadt. Dieses sei kein Mittel zum Zweck, sondern echte Überzeugung. Man habe mit den Grünen die meisten Gemeinsamkeiten. Er sei bereit, wann immer es nötig wäre, mit den Grünen an einem Tisch zu sitzen und zu beraten, wie man gemeinsam die Zukunft der Stadt gestalten wolle. Der Streit um die Südspange sei kein Grund, alle anderen gemeinsamen Projekte aufzugeben.



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