Mit der Zustimmung des Aufsichtsrates von E.ON Mitte ist es jetzt amtlich: die Stadt Göttingen erhält 37,5 Millionen Euro für die Ablehnung der so genannten „Put-Option“. Im kommenden Jahr wird die Stadt keine weiteren Anteile an den Stadtwerken verkaufen.
Die Vorsitzende der Göttinger SPD, Gabriele Andretta, gratuliert dem Oberbürgermeister Wolfgang Meyer zu diesem Verhandlungserfolg für Göttingen. Ursprünglich hatte E.ON Mitte 10 Millionen Euro für den Verzicht der Put-Option angeboten. Kluges und hartnäckiges Verhandeln des Oberbürgermeisters habe die Summe mehr als verdreifacht und sichere der Stadt in den nächsten Jahren größere Handlungsspielräume, so Andretta.
Andretta weist Kritik von CDU und FDP, die einen Verkauf der Anteile an den Stadtwerken forderten, zurück. „Die Verantwortung für die Daseinsvorsorge ihrer Bürger verbietet der Stadt die Privatisierung wichtiger Güter wie Wasser oder Energie. Die städtischen Anteile sichern auch weiterhin Einfluss auf die Preisgestaltung und sind wichtiges Zukunftskapital.“
Andretta weist darauf hin, dass der Oberbürgermeister sich vor der Wahl klar gegen die Privatisierung ausgesprochen und dafür das Vertrauen der Göttinger Bürger bekommen habe.
