RatsfraktionUnterbezirkStadt Göttingen


 Startseite

 Stadtverband

 Ratswahl 2011

 Ortsvereine

 Positionen

 druck.punkt

 Presse

 Pressemitteilungen

 Termine

 Kontakt

 Mitglied werden

 Impressum

Utermöhlen: Mehr als 1,6 Mio. Sparerfolg jährlich / Behbehani: Statt Strafe berufliche Perspektive für Jugendliche


"Es ist viel geschafft. Die Zahl der Sozialhilfeempfänger/innen in der Stadt Göttingen ist dank unserer Initiativen deutlich um mehr als 8 Prozent zurückgegangen. Die SPD hat mit ihrer im Rat eingebrachten Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiative vor zwei Jahren deutlich gemacht, daß sich die Aufwendungen für die Integration schwer Vermittelbarer in den Arbeitsmarkt auch für den städt. Haushalt rechnen. Hier wurden allein durch Anstrengungen in der Sozialhilfe 1,6 Million DM jährlich eingespart", äußerte der Sozialausschußvorsitzende und künftige Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat Andree Utermöhlen.

 

Die Zahl der Sozialhilfeempfänger ist von ihrem Höchststand 1997 mit 6129 Personen auf 5621 im Jahre 2000 gesunken. Der Integrationserfolg von Sozialhilfeempfängern auf dem Arbeitsmarkt wirkt sich insbesondere auch positiv auf die städtischen Ausgaben auf. Die Ausgaben für die Hilfe zum Lebensunterhalt sind um 1,6 Millionen DM (von 30,1 Millionen DM 1998 auf 28,5 Millionen im Jahr 2000) zurückgegangen. Für das laufende Jahr wird ein weiterer Rückgang auf 27,8 Millionen erwartet.

 

Die Göttinger Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen umfassen ein ganzes Bündel von Maßnahmen zur Integration von Sozialhilfeempfängern. Besonderer Schwerpunkt wird auf die Vermittlung jugendlicher Arbeitsloser gelegt. Die Göttinger Sozialverwaltung unter Leitung von Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck hält mit dem am 1. August 2001 eröffneten "Jugendbüro" jetzt für alle jugendlichen Hilfeempfänger unter 25 Jahren einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz oder eine Qualifizierungsmaßnahme bereit.

 

Mit dem Göttinger Personalservice im Gebäude des Arbeitsamtes vermittelt die Stadt Göttingen erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt. Mit dem am 1.3.2001 gestarteten bundesweiten Modellprojekt "Mozart" zeigt Göttingen, daß hier bereits vorbildlich zwischen Sozialamt und Arbeitsamt kooperiert wird und Beratung und Vermittlung für Langzeitarbeitslose aus einer Hand kommen. Mit dem Case-Management im Sozialamt wird mit jedem einzelnen Sozialhilfeempfänger eine Eingliederungsvereinbarung getroffen. Wenn Skepsis bei der Arbeitsmotivation besteht, werden Hilfeempfänger zur vierwöchigen gemeinnützigen Arbeit verpflichtet, meistens auf Grünanalgen und Spielplätzen der Stadt. Überraschend sei für ihn gewesen, so Utermöhlen, daß die meisten Hilfeempfänger gerne zur Arbeitserprobung gekommen seien und gerne länger arbeiten wollten. Das heißt, der Ermittlungsdienst des Sozialamtes, der den Sozialhilfemißbrauch bekämpft ist sehr wirksam.

 

"Die bundespolitischen Forderungen nach 'Fördern und Fordern' sind in Göttingen längst Realität, wir setzen schwerpunktmäßig auf fördern", so Andree Utermöhlen: "Die Sozialhilfeempfänger in Göttingen wollen arbeiten. Oftmals reicht jedoch die Qualifikation nicht aus, deshalb brauchen wir Sprachkurse und andere Qualifizierungsmaßnahmen."

 

Als Aufsichtsratsmitglied der gemeinnützigen Gesellschaft Juweel betont Utermöhlen, daß die Göttinger Arbeitsmarktpolitik nicht nur den schwer Vermittelbaren Zukunft und Perspektiven bietet, sondern daß auch die Allgemeinheit von den Projekten profitiert. Als Beispiel nennt er die Cafes am Saathoffplatz, das Bistro in der VHS, den Korbhof in Bovenden, die Förderung der ökologischen Landwirtschaft durch den Leinegarten und das Öko-Zentrum in Rittmarshausen und den klassischen Bereich von Juweel, den Recyclingbetrieb.

 

Die Vorschläge von Rudolf Scharping, Jugendlichen die Sozialhilfe zu streichen, lehnt die Göttinger SPD ab: "So lange wir zu wenig Ausbildungsplätze haben und nicht allen Jugendlichen eine berufliche Perspektive bieten können, helfen solche Drohungen nicht weiter", ist die stellvertretende SPD-Stadtverbandsvorsitzende Helmi Behbehani überzeugt, "auch die Göttinger SPD erwartet, daß Förder- und Qualifikationsangebote von Jugendlichen angenommen werden. Aber die populistische Vorstellung, arbeitslose Jugendliche machten es sich in der Sozialhilfe gemütlich, schließe ich für Göttingen aus. Erstens bedeutet der Bezug von Sozialhilfe zahlreiche persönliche Einschränkungen und zum anderen sorgt das Göttinger Sozialamt dafür, daß kein Hilfeempfänger, der arbeiten könnte, faul auf dem Sofa liegt."

 

 



Druckansicht
Kontakt
Mailinglisten
Sitemap



























 

© SPD-Stadtverband Göttingen 2008 - Impressum