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- Integrationspolitik in den Fokus nehmen -


Der SPD-Stadtverband Göttingen hat sich zum Ziel gesetzt, migrationspolitische Fragen fester als bisher in seiner Arbeit zu verankern. Nachdem in den vergangenen Jahren mehrere Veranstaltungen der SPD im Themenbereich Migration/Integration stattfanden, hat sich nun eine eigene Gruppe gegründet und nimmt Anfang 2010 die Arbeit auf. Aufgabe des "Arbeitskreis Migration und Integration" ist es, einerseits eine Diskussions- und Informationsplattform für Interessierte zu bieten sowie andererseits die Göttinger SPD zu beraten. Der Arbeitskreis ist auch offen für Personen, die keine Parteimitglieder sind.

 

Erste Sprecherin des neuen Gremiums wird auf Beschluss des SPD-Stadtverbandsvorstands Frau Elvan Tekindor-Freyjer, die über mehrere Jahre in Frankfurt/Main ehrenamtliche Migrationsarbeit geleistet hat und vor einiger Zeit nach Göttingen gezogen ist. "In den kommenden Jahren wird sie mit ihrer Gruppe die Interessenlage von Migrantinnen und Migranten in die Kommunalpolitik der SPD aufnehmen. Bislang haben sich schon 30 SPD-Mitglieder gemeldet und möchten sich beteiligen", freut sich der SPD-Vorsitzende Gregor Motzer. Der Arbeitskreis stehe weiteren Interessierten offen und beabsichtige eine Zusammenarbeit mit den bestehenden migrationspolitischen Einrichtungen und Gruppen, ergänzt er.

 

Tekindor-Freyjer: "Wir haben in der letzten Zeit einige thematische Veranstaltungen organisiert und gute Kontakte geknüpft. Angestoßen wurden wir durch die stärkere kommunale Berücksichtigung von Migrationsfragen seit dem Amtsantritt von Oberbürgermeister Wolfgang Meyer. Dazu kommt - und das ist leider auch ein Problem in Göttingen - wachsende Kritik an den sich verschlechternden Bedingungen für Zuwanderung, egal ob wirtschaftlich, wissenschaftlich oder politisch motiviert. Hier muss noch viel getan werden, bevor die Stadt dort angekommen ist, wo wir als SPD und die Stadt Göttingen als internationaler Studienstandort hin wollen."

 

In Göttingen wurden zwei Diskussionsveranstaltungen zu den Themen Ausländerkriminalität sowie "Abschiebung straffälliger Ausländer" abgehalten. "Ferner haben wir uns in der Entstehungsphase mit dem Integrationskonzept der Stadt Göttingen auseinandergesetzt, das mittlerweile zwar beschlossen wurde, in großen Teilen jedoch auf Umsetzung wartet. Gerade wenn man bei der Bekämpfung von Kinderarmut erfolgreich sein will, darf die weit über dem Durchschnitt vertretene Gruppe der Migrantenkinder nicht außer Acht gelassen werden", fordert Tekindor-Freyjer.

 

Ganz aktuell habe sich die SPD Göttingen mit der Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen beschäftigt. Die Karriere vieler Migranten, vor allem vieler Migrantinnen, verlaufe in Deutschland eher "vom Millionär zum Tellerwäscher" als umgekehrt, so die Sprecherin des Arbeitskreises.

 

Die nächsten Termine des Arbeitskreises Migration und Integration sind für den 13.01.2010 und den 10.02.2010 festgelegt worden, jeweils um 19.00 Uhr im SPD-Parteihaus in der Nikolaistr. 30. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich an Frau Tekindor-Freyjer wenden.

 

Kontakt:

Elvan Tekindor-Freyjer

elvan.tekindor-freyjer [at] gmx.de

 

 



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