Alfred Schwabe, ehemaliges Ratsmitglied und Gewerkschaftssekretär, wird am Montag, 18. August 2008, 80 Jahre. Schwabe, aufgewachsen in Bishausen, begann 1943 beim Göttinger Tageblatt seine Schriftsetzer-Lehre, die er nach kriegsbedingter Unterbrechung 1948 abschloss. Schon im Jahr zuvor war er in die Industriegewerkschaft Druck und Papier eingetreten und half, deren Organisation in Göttingen aufzubauen. 1961 folgte seine Wahl in den GT-Betriebsrat, dessen Vorsitzender er mit kurzer Unterbrechung bis 1973 war. In diesem Jahr wechselte Schwabe als hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär zur IG Druck und Papier, der späteren IG Medien.
1979 wurde der „überzeugte Leineberger“ für die SPD erstmals in den Rat der Stadt gewählt, wo er sich vor allem mit der Sozial-, Personal- und Wirtschaftspolitik beschäftigte. Schwabe war ehrenamtlicher Arbeits- und Sozialrichter, Vorstand der AOK und Verwaltungsrat der Sparkasse. Mit dem Eintritt in den Ruhestand im August 1991 endete auch Schwabes Ratstätigkeit. Ausgedehnte Reisen mit dem Wohnwagen sollten gemeinsam mit Ehefrau Irmgard fortan im Mittelpunkt des aktiven Rentnerlebens stehen. Vor drei Jahren zog Schwabe zwar in die Südstadt, den engen persönlichen Kontakt zum Leineberg hält der frühere Parteikassierer jedoch weiter. Der Wohnwagen ist inzwischen verkauft, aber ausgedehnte Radtouren lässt sich der rüstige Jubilar nicht nehmen. Täglich 30 Kilometer sind für Schwabe immer noch die richtige Streckenlänge – als Durchschnitt und auch bei schlechtem Wetter wie er schmunzelnd betont.
Gerd Aschoff
